Benutzer:Parit
Aus Sprachpflege.info
Paul Rittler ist Vorstandsmitglied im Verein Muttersprache zu Wien, dem früheren Wiener Zweig des allgemeinen deutschen Sprachvereins. Geboren 1980, zählt er zu den jüngsten Sprachpflegern im deutschsprachigen Raum (wär mir zumindest noch kein jüngerer persönlich aufgefallen...).
Mit Vorbildung in den Rechts- und Wirtschaftswissenschaften zählt er zu den eher untypischeren Sprachfreunden.
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[bearbeiten] Mein Weg zu Sprachpflege
In der Personalwirtschaftslehre (Fach Organisationstheorie) hatten wir einen Dozenten, der uns mit Texten gespickt mit Fachfremdwörtern quälte. Die Sprache dieser Worttümer war zwar nach außen Deutsch. Wegen der vielen fremden Wörter mochte man sie aber lieber als Fremdsprache bezeichnen und behandeln. Studenten, die das taten, die Texte nämlich zuerst als fremdsprachige Texte in einfacheres Deutsch zu übersetzen, verstanden anschließend den Sinn leichter. Mit Bleistift und Kuli zerfurchte ich die Absätze, gliederte sie mir durch, um sie dann leicht verstehen zu können. Endlich hatte ich mir den Text eingedeutscht und fuhr eines meiner wenigen Sehr gut meiner Studentenlaufbahn ein. Hier wurde also erstmals Sprachbewusstsein in mir geweckt. Und da ich aus meiner Zeit bei der Presse die Wiener Sprachblätter, die Zeitschrift des Verein Muttersprache, kannte und bezog, hatte ich einen Anknüpfungspunkt zur organisierten Sprachpflege in Österreich.
[bearbeiten] Mein Verständnis von Sprachpflege
Sprachpflege wird zwar oft politisch vereinnahmt, und deren Gegner sagen das oft mangels oder wider besseres Wissen von ihr. Ich aber möchte sie unpolitisch verstanden wissen. "Alles zu nutzen, Allen zum Nutzen", lautete der Leitspruch der Fruchtbringenden Gesellschaft zu Köthen, einem der ersten Sprachvereine Deutschlands. Wer hier eine politische Botschaft erkennen möchte, der mag mit meinem Segen auch in der heutigen Sprachpflege Politik erkennen.
[bearbeiten] Mein Platz in der heutigen Sprachpflege
Ich bin ein Anhänger Eduard Engels, obwohl ich von seinem Werk "Deutsche Sprachschöpfer" gerade mal erst die ersten zehn Seiten kenne. Er schreibt mit Sendungsbewusstsein, das zu bewundern ist: "Wer andere entzünden will, muss selbst brennen." Spracharbeit und -schöpfung gefallen mir besser als das allgemeine "Sprachpflege". Letzteres trägt, wenngleich es oft verschiedendeutig verwendet wird, mehrere Bedeutungen mit sich, ist aber wohl eher als reagierend denn als frei handelnd zu werten. Da mir der sprachwissenschaftliche Hintergrund im engeren Sinn fehlt, verstehe ich mich gerne als Sprachschöpfer. Darüber hinaus setze ich meine sonstigen Kenntnisse und Ideen zum Wohle der Vereine ein.
