Kulturpreis Deutsche Sprache
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Der Kulturpreis Deutsche Sprache wird seit dem Jahr 2001 vergeben. Er besteht aus drei Teilen: dem Jacob-Grimm-Preis, einem Initiativpreis und einem Institutionenpreis. Die Preisverleihung findet in Kassel statt, jährlich Ende Oktober.
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[bearbeiten] Stifter
Der Preis ist derzeit nur noch mit insgesamt 5.000 Euro dotiert (2007: 35.000 Euro). Der Kulturpreis wurde im Jahre 2000 auf Initiative der Eberhard-Schöck-Stiftung (Baden-Baden) und des Dortmunder Vereins Deutsche Sprache ins Leben gerufen. Die Theo-Münch-Stiftung für die Deutsche Sprache beteiligte sich von 2002 bis 2005. Im Jahr 2005 steuerte die Münch-Stiftung 20.000 Euro bei. Nachdem sie sich vom Kulturpreis zurückgezogen hatte, gab die Stiftung Deutsche Sprache im darauffolgenden Jahr 10.000 Euro dazu.[1]
[bearbeiten] Ziele
Die Stifter sehen sich in der Tradition der Sprachkritik der Aufklärung. Sie wollen mit dem Preis „kulturelle und sprachliche Selbstachtung und entsprechendes Selbstbewußtsein in einer demokratischen, offenen und europäisch orientierten Gesellschaft fördern.“[2] Europa soll nach dem Willen der Stifter mit Hilfe der deutschen Sprache zusammenwachsen. Der Preis diene demnach „der Völkerverständigung und der europäischen Integration, denn die deutsche Sprache ist ein Band, das uns mit anderen Völkern verbinden kann.“
[bearbeiten] Preisgericht
Dem Preisgericht gehören Helmut Glück (Bamberg) als Sprecher, Ulrich Knoop (Freiburg), Walter Krämer (Dortmund), Eberhard Schöck (Baden-Baden) und Manfred Windfuhr an.
[bearbeiten] Jacob-Grimm-Preis
Der Jacob-Grimm-Preis war mit 30.000 bis 35.000 Euro dotiert. Er zeichnet beispielhafte Verdienste bei der kreativen Weiterentwicklung der deutschen Sprache und phantasievolle Beiträge zur Erweiterung ihrer Bandbreite aus. Er wird Persönlichkeiten verliehen, die
- sich besondere Verdienste um Anerkennung, Weiterentwicklung, Erhalt und Pflege der deutschen Sprache als Kultursprache erworben haben – in literarischen Werken, wissenschaftlichen Essays oder Abhandlungen, politischer Rede oder Publizistik
- das Ansehen der deutschen Sprache als Kultursprache vermehrt und ihre Bedeutung und Verbreitung als Fremdsprache gefördert haben.
Im Jahr 2008 wird der Preis nicht mehr vergeben.
[bearbeiten] Preisträger
- 2008: nicht vergeben
- 2007: Frank Schirrmacher (30.000 Euro)
- 2006: Günter de Bruyn (35.000 Euro)
- 2005: Paul Kirchhof (35.000 Euro)
- 2004: Vicco von Bülow alias Loriot (35.000 Euro)
- 2003: Christian Meier (35.000 Euro)
- 2002: Ludmila Putina (35.000 Euro)
- 2001: Rolf Hochhuth (70.000 Mark)
[bearbeiten] Literatur
Die Reden und Ansprachen von 2002 bis 2004 sind im IFB-Verlag (Paderborn) erschienen.
[bearbeiten] Nachweise
- ↑ Eberhard-Schöck-Stiftung: Jahresbericht 2005/2006, Seite 39
- ↑ Grundlagenpapier des Kulturpreises
