Pegnesischer Blumenorden
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Der Pegnesische Blumenorden (P.Bl.O.) ist eine Sprach- und Dichtergesellschaft. Als einzige Sprachgesellschaft der Barockzeit besteht der Orden ununterbrochen bis heute. Gegründet wurde er 1644 an der Pegnitz in Nürnberg. Von diesem Fluß leitet sich auch die Bezeichnung Pegnesisch ab.
Inhaltsverzeichnis |
[bearbeiten] Ziele
Der Verein hat sich seit 1644 zum Ziel gesetzt:
- die deutsche Sprache auf der Grundlage ihres überkommenen Wesens in ihrer Eigenart und ihrer Vielfalt zu erhalten und weiterzuentwickeln;
- den Reichtum der Dichtung in seinem unerläßlichen Wert für die Kultur bewußtzumachen.
[bearbeiten] Vernetzung
Der Pegnesische Blumenorden ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften e.V. Außerdem gehört er als körperschaftliches Mitglied dem Freien Deutschen Hochstift e.V. in Frankfurt an. Der Blumenorden unterhält Beziehungen zur Rückert-Gesellschaft und zum Turmbund in Innsbruck. Der Präses ist Gründungsmitglied der Neuen Fruchtbringenden Gesellschaft, Köthen.
[bearbeiten] Irrhain
Als Versammlungs- und Spazierort diente den naturbegeisterten Dichtern der Anfangszeit eine Halbinsel, die von einem Altwasser der Pegnitz gebildet wurde, das sogenannte „Poetenwäldchen“. Als der Grundstücksbesitzer durch einen Zaun diesen beliebten Ort unzugänglich gemacht hatte, traf man sich übergangsweise im Haus „Zum halben Mond“, das dem Mitglied Andreas Ingolstätter gehörte. Um aber wieder naturnahe Dichtung pflegen zu können, machte der Pfarrer von Kraftshof, Martin Limburger, 1676 den Vorschlag, einen durch Abholzung zum Gestrüpp verkommenen Eichenhain in der Nähe seines Dorfes zum Irrgarten auszubauen und dort regelmäßig zusammenzukommen. 1678 waren die Arbeiten abgeschlossen, 1681 errreichten die Pegnesen die offizielle Bestätigung vom Wald-Almosamt der Sebalder Stadtseite, daß sie den „Irrhain“ zu ewigem Lehen erhalten hatten.

